Heilung.
Heilung - Versöhnung - Trinität der Manifestation - Krankheit - Tod
Heilung ist die Gewährleistung des freien Flusses zwischen allen Bestandteilen der Persönlichkeit, mit Rücksicht auf die Prioritäten des Schöpferselbst. Wahre Heilung berücksichtigt die Erfordernisse des aktuellen Kontextes. Sie entfaltet ihre Wirkung ausschließlich in der Gegenwart und dient dem Leben als Maßnahme für die Schaffung eines passenden und dienlichen Erfahrungsrahmen für die spielende Persönlichkeit. Sie ist eine Notwendigkeit im Rahmen des Spiels, denn sie ermöglicht eine Korrektur und eine Aktualisierung des Energieverlaufs in der inneren Struktur der Persönlichkeit. Durch sie kann ein neuer Anlauf genommen werden, von einer Basis aus und unter neuen Umständen, die zweckdienlicher sind. Ohne dabei den Spielraum des freien Willens der Persönlichkeit willkürlich zu beschneiden. Aus unserer Perspektive gilt sie als eine natürliche und immer wiederkehrende Phase in der Entfaltung aller Prozesse des Lebens. Die ursprüngliche Funktion der Heilung ist die Gewährleistung einer erfolgreichen Vollendung aller Prozesse des Lebens, die letzendlich die Geburt des Schöpferbewusstsein im Menschen unterstützend begleiten. Insofern ist die höchste Form der Heilung die Versöhnung selbst. Im Alltag können wir, neben der Versöhnung, die allen Menschen noch bevorsteht, von zwei Bereichen der Heilung sprechen: Die Heilung im Bereich der Systeme und die Heilung auf der Ebene der Seele.
Die Heilung der Systeme und Strukturen.
Hier geht es um Selbsterhaltungsmaßnahmen eines Systems. Der einzelne Mensch dient hier als Mittel zum Zweck oder als Puzzleteil, das gegebenenfalls korrigiert und angepasst wird, damit es seinen ihm zugeschriebenen Platz im hierarchischen System der Strukturen wieder einnimmt. Die Förderung des individuellen Wohlbefindens beschränkt sich auf Maßnahmen, die weniger das Glück des Einzelmenschen bezwecken, als vielmehr die Leistungsfähigkeit und das Fortbestehen des Systems selbst unterstützen. Dies beschreibt die gängige Praxis in allen Formen von Gemeinschaften weltweit, wie man sie kennt seit Anbeginn der Menschheit. Jede Art von Heilverfahren/- Methoden, (inkl. aller Formen von geistigem Heilen) dient diesem Zweck.
Die Heilung auf der Ebene der Seele
Sie erfolgt als Korrekturmaßnahme in der Beziehung zwischen der Seelen-Persönlichkeit und der Ego-Persönlichkeit. Ihr Ziel ist es, den klaren Ausdruck des Fokus der Seele durch das Spirituelle Selbst zu gewährleisten. Aus diesem Grunde müssen zunächst die Auswirkungen der systemischen Heilung (Heilung der Strukturen) entschärft werden. Dies kann allerdings zur Folge haben, dass der Betreffende in eine Konfliktsituation mit den Wertvorstellungen des bestehenden Systems der Gesellschaft gerät.
Grundsätzlich greift die Seele ein, wenn feststeht, dass die Persönlichkeit aufgrund von vielen Verstrickungen mit kollektiven Programmen, die Perspektive der Seelen-Persönlichkeit nicht mehr authentisch vertreten kann. In diesem Fall muss die Seele bestimmte Funktionen, die der Persönlichkeit durch den Körper zur Verfügung stehen einschränken, damit die Aufmerksamkeit unausweichlich auf den Körper wieder gerichtet wird. Das kann sich in Form einer Krankheit, Störung oder Behinderung zeigen, die einen so stark beschäftigt, dass man sich mit sich selbst und dem eigenen Körper auseinandersetzen muss, ohne Ausweichmöglichkeiten.
Es geht darum, das Leben aus dieser neuen Perspektive heraus mit Mut, Freude und Freiheit weiterhin erfahren zu wollen, ohne sich an Vorstellungen über Vorher oder Nachher zu klammern. Die eigene bewusste Präsenz in der Gegenwart und im Körper ist unter allen Umständen erforderlich.
Bei der Heilung der Seele ist es besonders wichtig, wie man sich selbst betreut unter diesen Bedingungen. Wenn solche Umstände auftreten, ist es ratsam eine wohlwollende Haltung, ohne Schuldgefühle und ohne Kampf und Ablehnung einzunehmen und alle Maßnahmen zu treffen, die dafür sorgen, dass man sich mit sich selbst wohlfühlt.
Es ist zweitrangig, welche Therapiemethoden wir in Anspruch nehmen, sofern dies nicht aus der Angst und Ablehnung heraus erfolgt und sofern fremde Hilfe nicht als Fluchtmanöwer genützt wird, bei dem man Verantwortung an den Therapeuten abzugeben versucht.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die allgemeine Haltung dem Leben gegenüber, bei der man sich bewusst ist, dass das Leben es immer gut mit uns meint. Immer. Niemand ist Opfer des Schicksals oder des Lebens. Der Mensch hat auf diesen Bereich der Selbstheilung der Seele keinen Zugriff.
Das Geschehen dieser zwei Arten von Heilung dient ausschließlich der Regulierung von Energien in den Bereichen der Systeme, damit das Spiel auf der gegebenen Ebene programmgemäß verlaufen kann. Man wird nicht Meister durch Selbstheilung der Seele. Auch “Transformation“, über die oft gesprochen wird, hat nichts damit zu tun. Es ist jedoch möglich durch die Erfahrungen, die im Kontext der Heilung entstehen, Selbstbewusstsein zu entwickeln. Dies geschieht in der Art, wie man sich daran beteiligt und bereitet den Menschen für die Versöhnung vor.
Die Heilung des Schöpfermenschen: Die Versöhnung.
Die Versöhnung ist die ultimative Phase der Heilung. Sie findet zwischen dem im Schöpferbewusstsein erwachten Menschen und seiner Schöpfungs-Realität statt. Sie ist individuell und Ego fokussiert. Sie entfaltet sich im Rahmen der Auseinandersetzungen des Individuums mit den Erfahrungen seines Alltagslebens, wenn dies ohne Ablehnung erfolgt. Sie setzt die komplette Entwicklung der Persönlichkeit nach den vier natürlichen Phasen ihrer Entfaltung voraus. Es sind:
- Die Heilung der Beziehung zu sich selbst
- Die Heilung der Beziehung zu den Strukturen.
- Die Ausrichtung nach dem Fokus der Seele.
- Die Partnerschaft zum Schöpfer-Selbst.
Die wahre Ära der Versöhnung steht den Menschen noch bevor.
Versöhnung.
Das Zepter der Macht des Schöpfermenschen heißt Versöhnung. Sie ist der krönende Abschluss aller Entwicklungsphasen des Bewusstseins. Aus ihrer Energie und für deren Entfaltung wurde der Mensch zweckdienlich erschaffen und der gesamte Kosmos in seiner aktuellen Gestalt wurde entworfen für ihren vollkommenen Ausdruck.
Die Trinität der Manifestation.
In der Alltagsrealität auf dem Spielfeld der Persönlichkeit entfaltet sich alles durch die drei Grundqualitäten Mut, Freude und Freiheit. Jede Erfahrung wird durchlebt in diesen drei Energien, welche Erkenntnisse darüber vermitteln, ob man authentisch und im Einklang mit dem Fokus der Seele wirkt oder nicht.
Mut ist eine Energie, die ein Feld entfaltet, innerhalb dessen der Schöpfer bedingungslos und in vollkommener Offenheit der eigenen Schöpfung begegnet. Dabei wird jede Manifestationsform ohne Angst angenommen und ohne Manipulation der eigenen Wahrnehmung so betrachtet, wie sie sich präsentiert. Dies betrifft ebenso den Umgang mit sich selbst. Diese Art von Mut hat nichts mit Kampf, Heldentum und übermenschlichen Fähigkeiten zu tun. Im Gegenteil: Mut ist die Energie der Erde schlechthin und ist das Eingangstor zur Energie der Versöhnung.
Freude bezeichnet die Stimmung im Bewusstsein des Schöpfers, während er sich mit der eigenen Schöpfung befasst. Sie beinhaltet die Anerkennung und Wertschätzung dieser Schöpfung einerseits, und der eigenen Schöpferkraft andererseits.
Die Freude fördert den Genuss und der Genuss stärkt die Freude. Sie ist eine äußerst magnetische Energie, die im Umfeld des Menschen starke Resonanz erzeugen kann. Dennoch ist sie nicht übertragbar, nicht vorstellbar oder belehrbar. Wahre Freude ist nur in der Erfahrung selbst möglich, und nur während man im Körper ist. Die Freude öffnet alles, fördert die Kommunikation im eigenen System, erhöht die Vitalität und heilt dadurch, dass sie in jedem Kontext, in dem sie zugelassen wird die Ordnung wieder herstellt.
Die Freude bildet ein energetisches Feld, welches von allen verfügbaren Potenzialen genährt wird. Dies erzeugt Druck, weil es den gewohnten Rahmen der täglichen Programmierungen sprengt und auch deshalb, weil die Bereitschaft und das Verständnis diese Art von Macht oft fehlen.
Aufgrund der Angst vor der Freude wurden viele Programme erschaffen, um ihren freien Ausdruck unter Kontrolle zu halten. Seitdem stellt sie eine der größten Herausforderungen dar, die dem verstrickten Menschen viel Genialität in der Selbstmanipulation abverlangt.
In diesem Sinne setzt der Mensch merkwürdigerweise sehr viel Energie ein, um den Stand der eigenen Kraft auf niedrigem Level zu halten. Vielleicht deshalb, damit das Opfer- Täterspiel der Verstrickungen weiterhin erfolgreich aufgeführt werden kann.
Die Energie der Freiheit bezeichnet den Zustand einer Persönlichkeit, die darum bemüht ist, einerseits alle Potenziale der eigenen Seelenpersönlichkeit ohne Zensur, Manipulation, Scham oder Schuldgefühle authentisch auszudrücken und zum anderen, die eigene Schöpfung im Bereich des spirituellen Selbst nicht zu bekämpfen.
Beispiel: Eine Frau wirkt im Feld der Freiheit, wenn sie denkt, fühlt, handelt und sich selber wahrnimmt als weibliches Wesen, welches seine Energie ohne Hemmungen und frei von jeglicher Zensur ausdrückt und dabei Freude empfindet.
Ein Mensch kann sich lediglich als Mann oder Frau ausdrücken. Dies anzuerkennen und zu gewähren ist Freiheit.
In der Regel entwickeln die Menschen eine Persönlichkeit in der Gesellschaft, die so ausgebildet wird, dass sie die Merkmale der eigenen Seelen-Persönlichkeit bekämpft. Insofern fühlen sich die meisten Menschen auch nicht frei. Freiheit wird erfahren, wenn die Potenziale, die in der Seelenpersönlichkeit vorhanden sind, die Möglichkeit des freien Ausdrucks in der Realität des Alltags finden. Wenn Realitäten aus der Ablehnung entstehen, wird das Feld der Freiheit eingeschränkt. Freiheit ist authentisch und stabil nur im Bereich der Erfahrungen und im Bereich des Lebens, wenn man im Körper ist, aber nicht in den Vorstellungen. Die Entfaltung des Bewusstseins ist nur dann möglich, wenn Freiheit erlebt wird.
Krankheit.
Krankheit ist der Beginn der Heilung. Was man als Krankheit betrachtet, ist der äußere Ausdruck von Feldern, die bis dahin im Verborgenen gewirkt haben. Durch den Ausbruch der Krankheit findet die Energie dieser Felder ein Ventil nach außen. Dies findet statt, wenn die äußeren Bedingungen und der Energieverlauf im System des Menschen selbst passend sind.
Die Krankheit dient immer dem Menschen. Sie ist nicht der Beginn der Störung, sondern ihr Ende, obwohl sie die Lebensbedingungen entscheidend beeinflussen kann. Gerade diese Veränderungen sind es, die zeigen, was erforderlich ist, damit wir den Zugang zum Leben wieder finden. Sie bietet einem die Chance, ein neues Verhältnis zu sich selbst aufzubauen und mit sich in der Gegenwart, in der Erfahrung und im Körper wieder präsent zu sein.
Es gilt, sich ohne Ablehnung, ohne Schuldgefühle, Selbstvorwürfe und Angst auf den Prozess einzulassen. Auf diese Art kann einem klar werden, welche Potenziale und Möglichkeiten uns zur Verfügung stehen, um mit uns selbst glücklich zu werden. Im Zustand der Krankheit ist es unangebracht, sich als Opfer zu verhalten.
Tod.
Der Tod erfolgt, wenn der Geist sich von der Persönlichkeit trennt. Die Verbindung der Persönlichkeit zum Höheren Selbst ist dann gekappt. In diesem Fall wird die Energie des Spirituellen Selbst in der Quelle der Persönlichkeit gespeichert (den 12 zuständigen Planeten der Persönlichkeit), während das Selbstbewusstsein zum Ego-Selbst zurück kehrt. Die Ego-Persönlichkeit löst sich in die Sonne auf und die Seelenpersönlichkeit kehrt in die Seele zurück.
Alle Schöpfungen, die im Bereich des Elementarfeldes vom Menschen hervorgebracht wurden, bleiben in ihrer Essenz erhalten, welche in einem verschlossenen Raum, innerhalb des Elementarfeldes aufbewahrt wird. Sie werden wieder aktiviert bei einer neuen Inkarnation, wenn die Persönlichkeit erneut erschaffen wird.
Der natürliche Tod erfolgt, wenn die Seelenpersönlichkeit ihr ganzes Potenzial ausgeschöpft hat und der Fokus der Ego-Persönlichkeit keinen Raum mehr für weitere Erfahrungen ermöglicht.
Ansonsten, durch den freien Willen und das daraus resultierende Recht auf freie Entscheidung kann die Persönlichkeit durch den Umgang mit sich selbst einen Zustand hervorrufen, der jedes Wirken mit der Seele unmöglich macht. Dies kann schrittweise oder abrupt und gewaltsam erfolgen.
Der ursprüngliche Sinn der Inkarnation ist die Entfaltung des Selbstbewusstseins durch Erfahrungen im Körper. Dadurch möchte der Schöpfer die eigene Schöpfung kennenlernen und sie aus unterschiedlichen Perspektiven von außen betrachten und verstehen. All dies findet in einem Rahmen statt, den die Seele dem Menschen über den Körper und die Natur zur Verfügung stellt. Die Reinheit dieses Rahmens ist ausschlaggebend für die Qualität der Erfahrungen, die gemacht werden sollen. Um dies zu gewährleisten bürgt die Intelligenz der Seele dafür. Sollte dies aber nicht mehr möglich sein, erfolgt der Tod.
Der Tod ist keine Strafe und keine Willkür des Lebens, sondern eine Maßnahme aus Liebe zur Schöpfung und eine Würdigung des Daseins als Mensch.
Ein neuer Anlauf, in einem neuen Kontext, unter neuen Bedingungen und mit einem passenden Format der Persönlichkeit, hilft dem Menschen, erhöht sein Potential und eröffnet ihm eine erweiterte Perspektive mit weit mehr Ausdrucksmöglichkeiten, ohne seinen freien Willen zu beschneiden.