Der Mensch. 

Der Mensch - der Körper - Kumara - der Genuss - allumfassendes Bewusstsein - Selbstbewusstsein - Ego - Ego-Selbst - Ego-Persönlichkeit - Angst - das Höhere Selbst - Reine Absicht - Verstand - Visualisierung - Vorstellungen - der Wille - das Herz

Der Mensch ist ein Kind der Erde. Er ist ein Projekt der Energie der Versöhnung. Der Sinn und Zweck seiner Entstehung ist die vollständige Entfaltung der Energie der Versöhnung, durch die sich das Schöpfer-Selbst in seiner gesamten Schöpfung  als Leben und Geist wieder erkennen will.

Insofern ist „Mensch“ in der Sprache der Versöhnung gleichbedeutend mit „Schöpfer“.

Er stellt außerdem die vollkommene Manifestation des Lebens dar. Durch ihn schmilzt die Dreifaltigkeit des Lebens, - Liebe, Licht und Bewusstsein - zu einer selbständigen Einheit. Dies macht aus ihm ein „Perpetuum mobile“.

In seiner energetischen Struktur sind alle Felder und Merkmale der kosmischen Schöpfung angelegt, jedoch in einer Anordnung, die einzigartig ist. Jeder Mensch trägt also seinen Kosmos in sich und er kann sich nur innerhalb dessen entfalten.

Durch die Entfaltung des Selbstbewusstseins in ihm werden die verschiedenen Felder und Eigenschaften des persönlichen Kosmos aktiviert. Die Art und Weise, wie dies geschehen kann, zeigt sich natürlich in der Erfahrung des Alltags, wenn man diesen bewältigt ohne Ablehnung.

Die Einzigartigkeit des Menschen besteht vor allem darin, dass er

  • in sich alle Potentiale des Schöpferbewusstseins, sowie die Dreifaltigkeit des Geistes trägt,
  • über eine individuelle Seele, eine individuelle Persönlichkeit, den freien Willen

und die Möglichkeit verfügt, sich selbst und seine Schöpfung aus zwei entgegengesetzten Perspektiven zu betrachten.

Der Körper. 

Der Körper gehört zum sichtbaren Bereich der Seele. Er ist Teil der Persönlichkeit und wird deshalb als Seelen-Persönlichkeit bezeichnet. Er ist ein fertiges Programm, das so ausgerichtet ist, dass dir durch ihn, alle dir zur Verfügung stehenden Potenziale zugänglich werden können.

Der Mensch erfasst nur die Oberfläche des Körpers. Auch die Wissenschaft kann lediglich ein Spiegelbild des Körpers erforschen, um Erkenntnisse über die Funktionsweise der Seele und der Schöpfungen zu gewinnen. Die Grundsubstanz der Körpers selbst ist für die Persönlichkeit unzugänglich. Deswegen kann man ihn auch nicht manipulieren. Man kann nur seine äußeren Erscheinungsformen beeinflussen.

Der Körper ist mehr als die physische Hülle, mit der man sich bewegt. In Wahrheit ist er alles, was du mit deinen physischen Sinnen wahrnehmen kannst. Der volle Umfang seiner Energie ist demzufolge der gesamte vom Menschen wahrnehmbare Kosmos.

Das Bewusstsein braucht den Körper und die Erfahrungen des Alltags, um sich entfalten zu können. Man kann nur so viel erfahren, wie der eigene Körper imstande ist zu verkraften. Infolgedessen hängt die Entwicklung des Menschen davon ab, wie viel es ihm daran liegt, die natürliche Vitalität seines Körpers sanft, regelmäßig, spielerisch und rücksichtvoll zu fördern.

Der Körper ist außerdem der Ort, an dem der Mensch lebensträchtige Erfahrungen macht. Vor allem aber ist er der Ort, der wahren Erfüllung der Sehnsucht und das einzige Feld, innerhalb dessen man sich wirklich zuhause und in Sicherheit fühlen kann.

Maßnahmen des Schutzes durch Rituale etc. erfolgen nur, wenn man den eigenen Körper bereits zu einem hohen Grad verlassen hat. Sie können nur auf den Bühnen der Ohnmacht und in einer Welt der körperlosen Realitäten aus Vorstellungen erfolgen.

Kumara. 

Kumara ist die Bezeichnung für das vollständige ursprüngliche Potenzial des Menschen der Versöhnung. Es bezeichnet den kompletten Kosmos des Schöpfermenschen, in dessen Mitte er selbst als Quelle fungiert.

Der Genuss.

Der wahre Genuss ist eine Erfahrung, die der Mensch macht, wenn er seiner Schöpfung ohne Ablehnung gegenübertritt. Diese Erfahrung ist dann nur möglich, wenn man sich im Körper befindet. Sie erfolgt nicht durch Vorstellung und Einbildung. Der spirituelle, wie auch der intellektuelle Genuss sind Merkmale des kollektiven Spiels mit seinen verschiedenen Programmen aus dem Spirituellen Selbst. Es handelt sich hier vor allem um Vorstellungen.

Der wahre Genuss entsteht, wenn das Bewusstsein das Licht durchdringt und dabei die Liebe erweckt wird. Alle drei Elemente: Liebe, Licht und Bewusstsein sind dann gleichzeitig wahrnehmbar. Genuss ist ein Merkmal der Manifestation des Lebens. Es ist ein aktiver Zustand, der nur in der Gegenwart erfahrbar ist.

Der Genuss ist Erfahrung schlechthin. Schöpfersein ist gleichbedeutend mit Genießer sein.

Die Zuhilfenahme von Genussmitteln erfolgt durch die Sehnsucht, den eigenen Körper mehr zu spüren. Hierbei erzwingt man jedoch einen Zustand im Körper gemäß der eigenen Vorstellungen. Das Problem dabei ist, dass die Ausgangslage sehr oft eine Haltung der Ablehnung ist.

Allumfassendes Bewusstsein

Das allumfassende Bewusstsein ist ein Potenzial, das ausschließlich innerhalb des Kontextes erfüllt werden kann, in dem der Schöpfer die eigene Schöpfung erfährt.

Es beschränkt sich auf die Realität, die man wahrnehmen kann, weil man sie selbst erschaffen hat. Das bedeutet, sich gleichzeitig als Schöpfer zu erfahren, während man die eigene Schöpfung genießt ohne Ablehnung. Jede Trennung  wird hierbei aufgehoben.

Das allumfassende Bewusstsein entfaltet sich nur in einem wachen geistigen Zustand. Es kann weder geschult, noch übertragen werden. Ebenso wenig wie es enthüllt oder beliebig erweitert werden kann. Es ist das Hauptmerkmal der Energie der Versöhnung. Seine Entfaltung steht dem Menschen noch bevor.

Wichtig zu wissen ist, dass das allumfassende Bewusstsein immer individuell und niemals kollektiv ist. Seine Entfaltung geht einher mit dem Erwachen des Schöpfers in einem selbst. Dies läuft parallel mit der Entwicklung der Persönlichkeit nach den vier Phasen.

Selbstbewusstsein.

 Das Selbstbewusstsein ist die Perspektive der Persönlichkeit, aus der sie die natürlichen Verbindungen zwischen den drei Aspekten bewusst wahrnehmen kann, aus denen sie besteht. Diese sind Die Ego-Persönlichkeit, die Seelen-Persönlichkeit und das Spirituelle Selbst. Das Selbstbewusstsein ist ausschließlich im Bereich der Erfahrung und des Lebens aktiv. In den Realitäten aus Vorstellungen dagegen ist es Fehlanzeige.

Das Ego. 

Das Ego ist das „Höhere Selbst“ im Menschen. Es stellt die aktuelle Vertretung des kosmischen Schöpfer-Selbst in jedem Menschen dar. Die Existenz des Egos ist eines der wichtigsten Merkmale des Menschen auf der Erde. Es verleiht ihm seine Autonomie und die Möglichkeit, sich als Schöpfer zu betätigen. Es ist eine Notwendigkeit im Spiel der Versöhnung, weil hier die Auseinandersetzungen des Schöpfers mit der eigenen Schöpfung ausschlaggebend sind. Ohne Ego könnte der Geist nicht durch den Menschen wirken. Dieser wäre dann weder dazu fähig, das Selbst-Bewusstsein, noch das Schöpfer-Bewusstsein zu entfalten.

Das Ego macht es dem Menschen möglich, sich als selbständige und verantwortungsbewusste Persönlichkeit wahrzunehmen und auszudrücken. Dank ihm kann das Schöpfer-Selbst die Möglichkeiten des Geistes optimal nutzen, um durch den verkörperten Menschen, sein eigenes Werk spielerisch und genussvoll erfahren, durchleuchten und gewissenhaft umgestalten zu können.

Die Energie des Egos drückt sich in zwei Formen aus: Das Ego-Selbst und die Ego-Persönlichkeit.

Das Ego-Selbst. 

Das Ego-Selbst ist das aktive Potenzial der Persönlichkeit. Es stellt das wahre und immer aktuelle Format der Persönlichkeit dar. Es ist der Trainer und Berater der Persönlichkeit. Sein energetisches Wirkungsfeld befindet sich jenseits der Dualität des Spielfeldes der Persönlichkeit. Seine Verbindung zur Persönlichkeit erfolgt über den Geist.

Der Zugang zum Ego-Selbst ist nicht möglich, wenn man sich selbst, den eigenen Körper und die eigene Realität ablehnt oder gar bekämpft, z.B. indem man sich stets als Opfer versteht und ausdrückt. Das Ego-Selbst beteiligt sich niemals an Machtspielen. Es hat nichts mit Realitäten aus Vorstellungen zu tun, denn sein Wirkungsbereich ist das Leben selbst. Deshalb und genau aus diesem Grunde ist es der exakte Gegensatz des Konstruktes „Gott“.

Die Ego-Persönlichkeit. 

Die Ego-Persönlichkeit ist die Vertreterin des Egos auf dem Spielfeld der Persönlichkeit. Hier vollzieht sich das Spiel der Trennung zwischen Schöpfer und Schöpfung. Die Ego-Persönlichkeit ist die Instanz innerhalb der Struktur des Menschen, durch die der Geist im Auftrag des Ego-Selbst wirkt. Sie ist die äußerste Antenne des Schöpfer-Selbst auf der Oberfläche der Seele und der Ur-Schöpfung.

Sie weist folgende Merkmale auf:

  • Der freie Wille
  • Das Bewusstsein
  • Der Verstand
  • Die Entscheidungsgewalt.
  • Die Ausrichtung des Fokus.
  • Die Psyche.

Zwar leitet sie jede Handlung des Menschen ein, beteiligt sich jedoch nicht direkt daran. Sie denkt, trifft Wahlen und Entscheidungen, fokussiert bevorzugte oder zu vermeidende Programme, entwickelt Visionen, Konzepte und Wunsch- und Idealvorstellungen. Sie initiiert auch den Aufbau von Kulturen und Zivilisationen, mit deren Merkmalen, wie Wissenschaft, Rechts- und Heilwesen, Wirtschaftsformen, Kriegsinstitutionen, Religion und Kunst.

Die Ego-Persönlichkeit ist das Steuerungsorgan des Menschen. Sie wirkt in manchen Fällen, wie eine Servolenkung im Hintergrund. Von ihrer Ausrichtung hängt das Schicksal des Menschen ab. Je nachdem, wie sie ihren Fokus richtet, kann das Ego-Selbst mit der Persönlichkeit des Menschen effizient und harmonisch zusammenwirken oder auch nicht. Damit sie Stabilität und Klarheit erfahren kann, braucht sie eine starke Verbindung zum Körper, zur Seelen-Persönlichkeit. Diese Verbindung versetzt sie in die Lage, in der sie den Druck der Erfahrungen des Alltags standhalten kann. Wenn aber diese Verbindung zum Körper zu schwach wird, neigt sie dazu, Erfahrungen abzulehnen, weil sie diese nicht aushält. Daraus entstehen die Programme der Ablehnung, aus welchen Ersatzwirklichkeiten erschaffen werden. Zusehends können sich auch Programme der Ohnmacht daraus entwickeln, wenn der Umgang mit den Ersatzrealitäten intensiv gepflegt wird. Die Folgen dieser Serie von Selbstentmachtungsmaßnahmen können so massiv sein, dass die Ego-Persönlichkeit komplett entmündigt und das Ego-Selbst gänzlich ausgeschaltet wird.

Angst. 

 Es gibt prinzipiell zwei Arten von Ängsten: die natürliche Angst und die eingebildete.

Die eingebildete Angst ist ein Ergebnis von Vorstellungen und Konditionierungen. Sie ist ein Erzeugnis des Verstandes und gründet auf Ablehnung und Trennung. Die Folgen davon sind Flucht aus dem Körper und Beeinträchtigung seiner natürlichen Funktionen, sowie Machtverlust.

Die natürliche Angst ist eine Schwingung, die vom Schöpferselbst ausgelöst wird. Ihr Zweck ist es, uns zu helfen, indem wir auf etwas aufmerksam gemacht werden, was im aktuellen Kontext berücksichtigt oder beansprucht werden möchte. Sie ist unwiderstehlich, eindringlich und ermächtigend. Sie beflügelt den Körper in all seine Funktionen, entzieht sich jedoch der Kontrolle des Verstandes.

Die natürliche Angst ist Bestandteil der Erfahrungen. Sie weist den Weg, erweckt die eigene Präsenz und führt in die Heilung. Deshalb darf sie nicht bekämpft werden.

Maßnahmen, die irgendwann in der Vergangenheit getroffen wurden, um den Ausdruck der natürlichen Angst zu verhindern, haben zur Entwicklung von Programmen innerhalb der Welt des Spirituellen Selbst geführt, die dann irgendwann zwanghaftes Suchtverhalten auslösten. Viele kollektive Programme sind lediglich Ablenkungsmanöver, um der Erfahrung der Angst zu entgehen. Ein Großteil der Technik z. B. trägt auch diesen Charakter. So gibt es zahlreiche Ausdrucksformen der Angst vor der Angst und viele Programme, die diese Formen verwalten. (z. B. alle Arten von Wettbewerbs- und Konkurrenzverhalten, in Religion, Kunst oder Mode).

Letzten Endes beruht dies alles auf Missverständnissen bezüglich der wahren Natur des Lebens, des Körpers und der physischen Schöpfung.

Die größten Programme für die Verwaltung und Förderung von Ängsten sind die Religionen, die Politik und der Intellektualismus. Eine Konsequenz daraus sind die hierarchischen Strukturen und die strengen moralischen Wertvorstellungen.

Das Höhere Selbst. 

Das Wesen des Höheren Selbst wird grundsätzlich missverstanden. Aus der Perspektive der Versöhnung ist das Höhere Selbst gleichbedeutend mit „Schöpferselbst“. Die Verbindung zur Persönlichkeit des Menschen wird durch das Ego-Selbst gewährleistet. Das Höhere Selbst ist eine kollektive Energie, die alles durchdringt, was in der Urschöpfung vorhanden ist. Es ist die höchste Energieebene im Kosmos der Versöhnung und enthält alle Potenziale, inklusive des Schöpferpotentials.

Das innere Kind. Es stellt das Potenzial der Selbstverwirklichung für eine Inkarnation dar. Sein Zustand spiegelt die Qualität der Beziehung des Menschen zu sich selbst wider. Sein Potenzial ist die Quelle aus der alle guten Vorsätze, Absichten, Idealvorstellungen und Handlungen, die nach außen gerichtet werden schöpfen. Als Erinnerung, die Worte von Jesus: „Liebe deinen nächsten, wie dich selbst“. Anders ausgedrückt, kann man sagen: Das, was du mit alles Macht der Welt schenken möchtest, ist das, was du selbst am meisten brauchst.

Das innere Kind entfaltet sich durch die Förderung der Beziehung zwischen der Egopersönlichkeit und Seelenpersönlichkeit. Seine Entsprechung im Spielfeld der Persönlichkeiten ist das Soziale Selbst, der Aspekt des Spirituellen-Selbst, welcher mit der Ego-Persönlichkeit eng verbunden ist im Bereich der Erfahrungen des Alltags.

Die Energie des inneren Kindes stellt das Grundpotential dar, aus dem die Wissenschaft ihren Forschungsgeist schöpft. Außerdem vermittelt sie Lebenslust und Lebensfreude, sowie Bewegungsdrang, Unvoreingenommenheit, Offenheit, Freiheit und das Sein in der Gegenwart.

Reine Absicht 

Reiner Absicht sein ist die Haltung eines Menschen, dessen Ego-Persönlichkeit einen Fokus hält, der mit dem Fokus der Seelen-Persönlichkeit im Einklang steht. Sie ist in Aktion, wenn die Ego-Persönlichkeit Maßnahmen auf der Ebene des Spirituellen Selbst, (spricht Alltagsgeschehen) einleitet, die den Ausdruck der bereit stehenden Potenziale der Seelenpersönlichkeit fördern.

Der Mensch ist reiner Absicht, wenn er seine Alltagspflichten anerkennt und sie bewältigt, ohne Ablehnung seinerseits und ohne sich dabei als Opfer zu fühlen, unabhängig von der Gestalt, welche die um ihn herrschenden Umstände haben mögen. Dazu kommt noch, dass er sich dabei mit einer wohlwollenden Einstellung und allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln bedingungslos unterstützt.

Praktisch gesehen drückt sich diese Einstellung aus, durch die Bereitschaft, zu allen Konsequenzen der eigenen Entscheidungen zu stehen und bei allen Phasen der Entwicklung der darauf folgenden Ereignisse voll in der Verantwortung zu stehen und aktiv und einfallsreich mitzugestalten.

Die Natur und Wirkungsweise der reinen Absicht müssen richtig verstanden werden, wenn man die reine Absicht naturgemäß, als den Kanal schlechthin nutzen möchte, für eine reine und starke Verbindung  sowohl mit dem Ego-Selbst, als auch mit der Seele, was dann eine authentische Spielweise ermöglichen würde.

Der Verstand

 Der Verstand ist eine Funktion des Bewusstseins. Er ist ein Werkzeug der Persönlichkeit, mit dem sie ihre eigene Realität gestaltet und verwaltet. Der Verstand folgt immer dem Willen und richtet sein Wirken nach dem Fokus des Menschen. Er ist das führende Organ der Spiritualität, - ein Sammelbegriff für alle Aktivitäten auf der Ebene der Programme des Spirituellen Selbst. Also ist sein Einsatzbereich die Schöpfungswelt aus Vorstellungen, die eine Nachahmung der Urschöpfung (die Natur) ist. All dies findet außerhalb der Erfahrungen statt, nämlich davor oder danach.

Wir unterscheiden zwei Wirkungsweisen des Verstandes:

  1. Der ausgerichtete Verstand anerkennt die Erfahrungen und übernimmt die Erkenntnisse daraus, um dem Menschen eine besser passende und ihm dienlichere Realität zu gestalten. Er wirkt im Sinne des ursprünglichen Zwecks des Verstandes, nämlich, dem Menschen in Form eines Werkzeugs zu dienen, welches auf das Spielfeld der Persönlichkeit seine Erfahrungen im Bereich des Lebens möglichst getreu übersetzt und praktisch darstellt. Der ausgerichtete Verstand folgt dem reinen Willen und handelt im Einklang mit der reinen Absicht. Deshalb auch wird er vom Leben selbst energetisch unterstützt und gestärkt.
  1. Der abtrünnige Verstand folgt dem widerstrebenden Willen des Menschen, der aus der Ablehnung handelt. Weil der Verstand grundsätzlich dem Menschen immer bedingungslos dient, wird er in diesem Fall dafür beauftragt, Ersatzrealitäten als Alternative für die nicht anerkannten Bedingungen der abgewiesenen Erfahrungen zu entwerfen. Durch die energetische Qualität einer derartigen Realität wird der abtrünnige Verstand nicht vom Leben unterstützt. Er kann auch nicht aus der Quelle des Herzens schöpfen, denn wer sich von der Erfahrung trennt, trennt sich ebenfalls vom Leben und von der Energie des Herzens. Aus diesem Grund sucht der abtrünnige Verstand nach Ersatzquellen. Er erschafft sich ein künstliches System durch Vernetzungen des Lichtes (d.h. Vorstellungen), die zusammen eine Quelle der Ohnmacht erzeugen. Diese Quelle hat verschiedene Bezeichnungen, je nach Perspektive: Gott, Urquelle, Urzentralsonne, usw.

Visualisierung

Die Visualisierung ist eine der Aktivitäten des bewussten Menschen, der aus reiner Absicht handelt. Dabei werden Vorstellungen erschaffen, die mögliche Ausführungen aktuellen Erfahrungen veranschaulichen. Die Persönlichkeit hat durch den freien Willen immer die Wahl, selbst wenn sie aus reiner Absicht handelt. Deshalb auch bietet die Visualisierung verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten, die der Persönlichkeit zur Wahl stehen. Die Visualisierung bestätigt die Erfahrung, grundsätzlich. Hier gibt es kein Bestreben nach Ersatzformen, da keine Ablehnung vorhanden ist. Sie ist ein Werkzeug des authentischen Spiels.

Vorstellungen

Sie sind das Werkzeug des Verstandes und sind eine Spiegelung des Lichtes. Sie bestehen aus einem Licht, das sich aus der äußersten Oberfläche der Seele (Urschöpfung) bildet und welches als Elementarfeld bekannt ist.

Durch Vorstellungen werden das Leben und seine Vorgänge simuliert und Realitäten entworfen, die alles veranschaulichen, was sich in der Wahrnehmung der Persönlichkeit ereignet. Die so entstandenen Gebilde werden nach Belieben in Systeme und Gedankenwelten organisiert, die den Grundrahmen für das Spielfeld der Persönlichkeit ausmachen.

Auf diese Weise entsteht alles, was die Menschheit seit der Genesis der Gemeinschaften erleben. Genauso ist die Realität im Spielfeld der Persönlichkeit beschaffen: sie ist eine Welt aus strukturierten Vorstellungen.

Wille.

Der Wille ist eine natürliche Funktion des Lebens und der Urschöpfung und zugleich eine Ausdruckform des Bewusstseins, die ausschließlich der Urabsicht untersteht. Er beteiligt sich praktisch an allen Vorgängen des Lebens und durch ihn werden in diesem Bereich Prozesse eingeleitet und unterstützt.

Er verbindet die Quelle einer Schöpfung mit dem Ort, an dem die Energie gebraucht wird. Dabei wirkt er in Form eines Energieflusses, der zu Beginn jeder Schöpfungsphase das benötigte Energiepotential bereitstellt. Er ist wie ein Kanal, durch den das Leben Aktionen einleiten und unterstützen möchte, um seine dringenden Bedürfnisse erfüllen zu können. Als Kanal erfüllt er seine Funktion bestmöglich, wenn er klar bleibt. In diesem Falle überträgt er die Impulse aus dem Leben und aus der Absicht des Menschen optimal und unzensiert. Hierbei bündelt er alle Energien zusammen, die das Wirken des wohlwollenden Menschen unterstützen.

Auf dem Spielfeld der Persönlichkeiten gibt es zwei Ausdruckformen des Willens. Es sind:

Der aufgeklärte und reine Wille und der widerstrebende Wille.

Der aufgeklärte und reine Wille.

Wenn die Erfahrungen angenommen werden, verbindet der Wille die Quelle der Liebe mit dem Herzen des Menschen. Durch das Herz wird die Erfahrung genährt und unterstützt.

Der aufgeklärte Wille dient also dem Leben und ermutigt zur Annahme der Erfahrungen. Er fördert den Mut und stützt sich auf dem Körper. Ein starker, gesunder Körper bietet ihm eine sichere Festung, die für seine Stabilität und Stärke sorgt. Er setzt den „ausgerichteten Verstand“ in Aktion und trägt den Fokus der Persönlichkeit, die aus reiner Absicht handelt.

Der widerstrebende Wille

Wenn der Mensch in die Ablehnung geht, oder wenn er sich in seinen alten Erfahrungen festbeißt, wird der Kanal des Willens gespalten. Mittels des Verstandes bewirkt dann dieser abgespaltene Teil  einen Transport von Energie aus dem Geist, in die Scheinwelt der Vorstellungen. Den abgespaltenen und so wirkenden Teil nennen wir „den widerstrebenden Wille“.

Der widerstrebende Wille unterstützt den Widerstand, die Ablehnung der Erfahrungen, die Schaffung von Visionen und deren vernetzten Vorstellungen, sowie das Festhalten an Glaubens- und Verhaltensmustern. Er aktiviert auch den abtrünnigen Verstand.

Als abgespaltener Teil des reinen Willens, ist sein Spielraum beschränkt und sein Effekt verzerrend und abschwächend.

Fazit: Das Herz, wie wir wissen, dient ausschließlich dem Leben und wird nur in der Erfahrung des Alltags aktiviert. Deshalb kann es weder den widerstrebenden Willen, noch den abtrünnigen Verstand unterstützen.

Ohne den Durchgang durch die lebensträchtigen Inhalte der Erfahrungen, kann die Energie des Geistes keine ermächtigenden Realitäten erschaffen. Denn hier fehlen das Bewusstsein, die Liebe und das wahre Licht der Urschöpfung. Ersatzrealitäten sind Schattenrealitäten mit einem Scheinleben aus dem Scheinlicht der Vorstellungen. Sie sind bewusstlose Welten, die ein täuschungsechtes, süchtig machendes Spiegelbild der Liebe scheinheilig verkaufen. Hierbei wird eine Sehnsucht erfahren, die niemals in Erfüllung gehen kann, weil es sich um eine Welt aus Vorstellungen handelt, die sich außerhalb des Körpers entfaltet. Der Ort des Lebens, der Erfahrung, der Erkenntnisse und der wahren Erfüllung ist der Körper. Hier wirkt der reine Wille.

Das Herz.

Über die anatomischen und physiologischen Eigenschaften des Herzen weiß man mittlerweile weitgehend Bescheid. Seine energetische Rolle dagegen bleibt der breiten Öffentlichkeit unbekannt.

Das Herz steht dem Leben stets zu Diensten im Bereich des Spielfeldes der Persönlichkeit. Es ist eine Energiequelle, die die schöpferischen Prozesse des Lebens in ihrer Phase der Manifestation fördert.

Das Herz ist vor allem ein Treffpunkt, ein energetisches Zentrum, ein Feld der Verschmelzung und ein Raum der Integration für alle Energien, die dem Menschen und seiner Schöpfung dienen.

Das Herz öffnet sich, wenn der Mensch im Körper vollständig präsent ist, in der aktuellen Erfahrung bleibt und die Existenz jederzeit so genießt, wie sie sich eben bietet. Das Wirkungsfeld des Herzes ist die Erfahrung und sein Zuhause ist mittendrin im alltäglichen Leben. Hier entfaltet es seine Aktivität, im Einklang mit den Anordnungen der Urabsicht, die aus dem Hintergrund heraus alle lebensfördernden Prozesse steuert. Das Gedächtnis, sowie die Speicherkammer des Lebens manifestieren sich in Form von neu entstehenden Lebensformen. Jede Energie, die durch eine Erfahrung geflossen ist, geht dann durch eine bewusste Phase der Integration, die ihrerseits in die Erschaffung einer neuen, physisch wahrnehmbaren Realität übergeht. So finden alle lebenswichtigen Prozesse ihre Vollendung in der Verkörperung.

Die Herzenergie nährt die Erfahrungen. Bleibt das Tor zum Herzen zu, so bewegt man sich fern der wahren Erfahrungen, außerhalb der natürlichen Lebensvorgänge, in der künstlichen Wirklichkeit der Vorstellungen, in denen ein Scheinleben vermitteln wird. Jede ablehnende Haltung den Herausforderungen des Alltags gegenüber, führt automatisch zur Schließung des Haupttors zu den Energiekammern des Herzens.

Durch das Herz spricht und singt das Leben, in der Verkörperung blüht es vollständig auf und mit dem Menschen tanzt es beschwingt auf der lichtvollen Bühne des Alltags. Denn hier können die Liebe, das Licht und das Bewusstsein zusammen als Einheit erscheinen und zugleich die vollkommene Dreifaltigkeit des Lebens durch den Menschen offenbaren.

Die Art, wie die Förderung dieser dreifaltigen Einheit von Liebe, Licht und Bewusstsein erfolgt, hängt von der Qualität der Verbindungen, die zwischen dem Wille, dem Verstand und dem Herzen untereinander aufgebaut werden.